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 Kunstverschmelzungskollektiv

 SPECIAL SYMBIOSIS

   
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"Ideal und Wirklichkeit"

 

Special Symbiosis erklärt die Welt
Das Kunstverschmelzungskollektiv am Siedepunkt

 

Pilotsendung/Uraufführung am 21.November 2008

Bambergsaal, Park Hotel Villach

Höhepunkt der Villacher Literaturwoche "Lesezeichen 2008"

 

mehr Infos über die Show und
aktuelle TV-Ausstrahlungstermine

 

 

 

Pressetext:

 

Seit 5 Jahren wird von den SymbiontikerInnen Kunst verschmolzen – in Multimedialesungen, Kurzfilmen, Aktionen, Installationen und Theaterstücken. Knapp vor ihrem kreativen Siedepunkt wird die Gruppe nun den Bambergsaal in einen Druckkochtopf verwandeln, wo dem Publikum Kunst für alle Sinne nur so um die Ohren zischt. Für Jedermann verständlich werden dabei die absurden Zusammenhänge unserer Welt veranschaulicht: Da führt die antifaschistischste Kaiserwurscht Österreichs zu stundenlangen Warteschlangen vor Museen, da erklärt Professor Schwitz inwiefern Universen über Gaumenzäpfchen von Opernsängern verschränkt sind, da kitzeln Literatur-Jazz-Jam-Sessions die Gehörgänge, wird das dritte Testament verlesen, Villachs Lokalpolitik brutal seziert, die triumphale Rückkehr des Grindes in eine kalte sterile Welt zelebriert, und, und... "Und da Sohn!!!"
Eine Art Fernsehsendung im Delphinarium der Geschlechtskrankheiten, bei der die Welt, wie wir sie kennen, gemütlich aus den Fugen gerät und einzig der versiffte Moderator Rudi Ratt Radulnig auf seiner knarrenden Ledercouch für ein bisschen Phlegma im Chaos sorgt. Schaun Sie rein und lassen Sie sich überraschen. Kost' ja nix.

Versiffter Moderator, skurrile Gästeliste. Im Gespräch mit Rudi Ratt Radulnig: Ein introvertierter Bassist, ein egozentrischer Poprocker, ein literarischer Kugelblitz, die Granden der Villacher Politik von SPÖ, BZÖ, ÖVP und Grünen, der Slowenenhasser mit der windischen Oma, Inlineskater Réné Tschaguntschnig in rosa Hotpants, eine fesche Tasmanierin, ein Haufen Sockenpatrioten, eine Kaiserwurst, das Mädchen mit dem Opa dessen Bein doch nicht von einem Drachen gefressen wurde, Leberkäs- und Sasaka-Kunst, die Villacher Kirchtagslyriker, ein verschwitzter Physiker, der beste Saxophonist der Stadt, der schlechteste Sandlersax-Spieler der Stadt, zwei junge Kapläne, das Brot hart wie Stahl, die Zeit die man sich nimmt und noch viele mehr!

 

Ein Spektakel von Thomas und Miloš Wächter, realisiert mit Johanna Amlacher, Alfred Burian, Paul Dorner, Dominik und Patrick Filipczack, Michael Fürst, Michael Gams, Albert H., Lukas Hutter, Rina Juniku, Fabian Lackner, Manuel Müllneritsch, Matthias Nadrag, Sylvia Schurian, Flo Schweitzer, Stephanie Sutanto, Magdalena Taxenbacher, Bernhard und Anna Wächter, Alex Zojer, Elisabeth K & Christian M.

 

 

 

Photos und Ablauf:

 

Der Maître de Cérémonie begrüßt euphorisch das Publikum (Manuel Müllneritsch)...

 

...macht Seitenhiebe auf die lokale Prominenz in der ersten Reihe...

 

...schont auch den Rest nicht wirklich...

 

...und kündigt an, während des "hoffentlich nicht allzu langen" Abends "Die Ordnung" zu "zerzausen".

 

Textauszug:

- Maître de Cérémonie:
"...Abend… Abend… Schönen guten Abend, hereinspaziert, hereinspaziert, sind eh schon alle da, jaja… In den vorderen Reihen sssssssss… die lokale Prominenz, Wichtige und Halbwichtige aus Politik, Wirtschaft und Kultur… [an Frau gerichtet:] mit Dekolletee heut Abend, ja? Ob Sie sich das noch leisten können..? [wieder an alle] Dahinter: Kleinstädtisches Bildungsbürgertum: Lehrer, Ärzte, Anwälte; Akademiker und solche die es hätten werden können, wir wissen, „damals war die Matura ja noch was wert“, helle, belesene Köpfe der Provinz, ja? Und am Rand, und ganz ganz hinten? Da stehen die andern, die stehen im Dunklen, die sieht man nicht, selbsternannte kritische Gegenöffentlichkeit, Underdogs und Querdenker mit leicht aktionistischen Trieben im trägen Gebälk geerbten Wohlstands… Ein Villacher Publikum, gespickt mit unserer geschätzten Jugend, ja, auch die soll heute Abend auf ihre Kosten kommen, denn sitzen Sie, geliebte Geistesmenschen, hier wohl bei freiem Eintritt, so kostet Sie der Spaß doch Zeit, und Zeit ist Geld, und ob unser Spektakel selbiges auch wert ist, ist bei weitem kein säuberlich gestutzter anglofinkensteiner Golfplatzrasen mit Blick auf die BLUTGRENZE! [an Mann gerichtet:] Ah! Meine Verehrung Herr Hofrat, auch im Herbst: Sonnenschutz aufs kahle Haupt beim Putten… die Falten werden nicht weniger auf der Stirn, immer noch in Sorge, dass man ihnen auf das geerbte Seegrundstück draufkommt? [flüstert] Das vom Großvater wild arisierte? Nicht doch, da kommen die nicht drauf… [wieder an alle] Entspannen sie sich! Lehnen Sie sich zurück, heut piesacken wir Sie nicht mit den pelzigen Habebuttenkörnern Ihres schlechten Gewissens, heut lassen wir die Leichen im Keller der Geschichte, rühren nicht im modrigbraunen Sumpf der Gemütlichkeit bis es nach faulen Eiern mieft, nein, ganz anders… Heute, ihr hoch verehrten Evastöchter und Kavaliere, werden wir die Ordnung… zerzausen! Die Termiten des Wahnsinns auf die sturen Bretter des Regals der Logik loslassen, bis die verkrusteten Naturgesetze aus ihren Fugen krispeln, denn… „SPECIAL SYMBIOSIS ERKLÄRT DIE WELT. Das Kunstverschmelzungskollektiv am Siedepunkt.“ Und Sie, [ballert mit den Zeigefingern wahllos ins Publikum]: Sie, Sie, Sie, Sie, Sie! …assistieren LIVE an der allerersten Ausgabe der nun folgenden Ansammlung kultureller Bockerlfraß und sind dabei… ästhetisch wie ein Flamingo, der bei Vollmond auf die Gräber pisst; sind ausgeliefert… und doch frei wie Ibisse im Delphinarium der Geschlechtskrankheiten… sind Öl, und Sand, und Essig im Getriebe der Gemächlichkeiten… sind Starr vor Staunen… oder gleichgültig wie nasser Farn im Achselhaar… sind Becher ohne Asche, aschfahles Krematorienparfait, arschfaules Kalorienbuffet! fruchtige Sorbetexplosionen im falschen Gebiss der subventionierten Gießkannenkunst, Sie, werte Anwesenden, ja Sie! sind das Allerwichtigste… Denn Sie, sind das PUBLIKUM..."

 

Nach einem anfänglichen Wutausbruch gegen Überhygiene und Uniformitätszwänge - Publikumsbeschimpfung inklusive ("Wegen euch kommt mir schon am Morgen das Kotzen!") - leitet Moderator Rudi Ratt Radulnig (Thomas Mittersteiner) die Politikdiskussion ein. Politologe Peter Filzeier (Miloš Wächter) und Mikroboy Réné Tschaguntschnig (Müllneritsch) sorgen für Gesprächsdisziplin. Stephan Jank (kärnöl) analysiert in seinem Eingangsstatement die Machtlosigkeit der Lokalpolitik angesichts der Wirtschaftskrise, womit sich die darauf folgende Diskussion eigentlich erübrigt hätte. Radulnig, dem "Lokalpolitik am Arsch vorbei" gehe, sieht sich bestätigt und duselt im einsetzenden Bierrausch dahin. "Und da Sohn?", fragt der Sohn störend (Fabian Lackner).

 

Martin Pacher (AKS) sinniert darüber, dass er als junger engagierter Linker nicht recht weiß, welche Partei die beste Wahl ist...

 

...und singt dann überzeugt die Internationale.

 

der Mikroboy trägt sein Gedicht "Szenekirchtag 2008" vor. "Komm! Hol das Lasso raus..."

 

Vizebürgermeister und Kirchtagsobmann Richard Pfeiler (SPÖ) lauscht gespannt. Die niveaulosen Zitate aus deutschen Schlagern habe er am Kirchtag noch nie gehört.

 

Stadtrat Mag. Peter Weidinger (ÖVP) lässt sich vom stürmischen Mikroboy vage Versprechen bezüglich Homo-Ehe entlocken. Nach dem ersten Schreck will er dann aber doch ein Bussi vom kessen Tschaguntschnig...

 

Susanne Zimmermann (Grüne) wird mit einem vulgären Originalzitat konfrontiert und bleibt cool.

 

Frauenpower: der Mikroboy wirft sich ihr zu Füßen, dann entreißt sie ihm einfach das Mikrofon und sing ein Lied, dass mehr Frauen in der Politik fordert.

 

Schlussrunde: Während die PolitikerInnen für ihre Parteien werben, ruft Jank zum Nichtwählen auf. Pacher hingegen empfiehlt JungwählerInnen bloß, keine "rechte Partei" zu wählen - und nennt BZÖ, FPÖ und die ÖVP.

 

Stimmung: Ein Medley aus Szenekirchtagsschlagern (Joanna! Du geile Sau!) sorgt für Partystimmung am Ende des Politik-Teils. Weidinger gibt Gas und nötigt Pfeiler zu einer Technopolka.

 

Dann übernimmt Prof. Schwitz (Flo Schweitzer) und referiert, inwiefern Universen über Gaumenzäpfchen von Opernsängern verschränkt sind. Mehr dazu...

 

Von der Wissenschaft...

 

...zur Religion.

 

Ein Kaplan (Müllneritsch) des neuen Gurkerl-Ritus erläutert Szenen aus dem 3. Testament. Mit seinem Ministranten (Bernhard Wächter) lädt er dann das Publikum zur "sauren Kommunion" und verteilt Essiggürkchen.

 

Vzbgm Pfeiler schmeckts. Hinten: Filmprofi Michael Gams in Aktion.

 

Poltert wie immer politisch unkorrekt durch den Kärntner Heimatherbst: die Kabarettsensation Rohwert (Matthias Nadrag). Peinliches aus der Kindergartenzeit des Moderators, und schließlich Einblicke in die Abgründe von Rohwert's Familiengeschichte: der Slowenenfeind hat eine "windische" Oma...

 

Die literarische Jazz-Jam-Session. Mit dem besten Bassisten der Stadt (Lukas Hutter), dem besten Saxophonisten der Stadt (Paul Dorner), und dem literarischen Kugelblitz (Bernhard Wächter).

 

Ein Fan aus dem Publikum (Johanna Amlacher) entreißt dem Literaten das Mikro, sprengt die Session und trägt dem Bassisten ein herzzerreißendes Liebesgedicht vor: "Ich will mich an deinen flauschig-zarten Körper schmiegen, und wie der Kontrabass hautnah an deinen Hüften liegen."

 

Die "Minute des Volkes" eskaliert: Maria Ebner (Rina Juniku) berichtet von ihrem Großvater, der noch immer nationalsozialistisches Gedankengut in sich trägt und stolz darauf ist, im 2. Weltkrieg an der Massenerschießung von Juden teilgenommen zu haben. Da trampelt der Sohn auf die Bühne - das Strandoutfit hat er gegen seine Neonazikluft getauscht...

 

Das ruft die Kunst auf den Plan: Objektkünstler Josef Jelinek hat eine antifaschistische Kaiserwurscht" fabriziert.

 

Kunstkritikerin Dominique Debile (Juniku) bringt seine Botschaft auf den Punkt: "Die braune Scheisse runterspülen"

 

Nach Radulnigs Schlussmomolog über die Konsistenz seiner Kaiserwürschte beendet der Maître die Show. "Nicht vergessen: runterspülen!"

 

"Is aus? Endlich!"

 

 

 

Blick ins geschätzte Villacher Publikum:

 

 

 

 

 

Premierenparty:

 

 

 

 

Videos zur Show findest du hier.

 

Allgemeine Infos zur Produktion hier.

 

Photoalbum zur 1. Staffel (Wien, Juni 09)

 

Gaumenzapferl oder doch Projektor? Wie alles entstand.
Theorien zum Universum von Prof. Schwitz

 

 

Fotos ©:

Andreas Wallensteiner

Joachim Wächter

Martin und Thomas Mittersteiner

 

 

 

 

Ideal & Wirklichkeit -  die Premiere im Herbst 2008: gefördert von der Stadt Villach. Herzlichen Dank!!!

   
       
   

Pssst!

 

Videos zur Show findest du hier.

 

Allgemeine Infos zur Produktion hier.

 

Photoalbum zur 1. Staffel (Wien, Juni 09)

 

Gaumenzapferl oder doch Projektor? Wie alles entstand. Theorien zum Universum
von Prof. Schwitz

 

       
       
       
       
   
 

"neeeeiiiiin!!!"

 

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